25 Jahre Café Duft Preetz: Mehr als 200 Gäste feiern im Haus der Diakonie

Manchmal merkt man erst bei einem Fest, wie viel ein Ort den Menschen bedeutet. So war es beim 25-jährigen Jubiläum des Café Duft am 12. März 2026 im Haus der Diakonie in Preetz. Schon kurz nach Beginn war klar: Das wird kein gewöhnlicher Café-Nachmittag.

(Foto: Fotograf/Copyright: Holger Förster)
Ein Vierteljahrhundert Café Duft: Preetz feiert sein wohl herzlichstes Café

Beim 25-jährigen Jubiläum des Café Duft am 12. März 2026 im Haus der Diakonie in Preetz war schon kurz nach Beginn klar, dies wird kein gewöhnlicher Café-Nachmittag. Der große Saal im Haus Diakonie in Preetz war an diesem Donnerstagnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt. Am Ende waren über 200 Menschen gekommen, um mitzufeiern. Manche saßen schon früh an den Tischen, andere standen noch mit einer Tasse Kaffee in der Hand im Eingangsbereich und suchten Bekannte. Es wurde gelacht, gewunken, Stühle wurden zusammengeschoben. Ein bisschen fühlte es sich an wie ein großes Klassentreffen der Stadt.

Und dann war da natürlich der Duft von Kuchen. In der Küche wurde seit Tagen gebacken. Susanne Sührk und viele Ehrenamtliche hatten vorbereitet, was das Café so besonders macht: selbstgebackene Torten und Kuchen. Am Ende kamen beeindruckende Zahlen zusammen: 19 Torten, 4 große Bleche Kuchen und noch einmal 10 weitere selbstgebackene Kuchen wurden an diesem Nachmittag serviert: Schwarzwälder Kirsch, Donauwelle, Himbeer-Schoko-Torte, Stachelbeer-Baiser, Schmandtorte, Pflaumenkuchen, Zitronenkuchen, After-Eight-Torte, Birnentorte – so ein Schlemmen hatte Preetz noch nicht gesehen!

Trotzdem ging alles schneller weg, als man schauen konnte. Kaum war eine Torte angeschnitten, war sie auch schon verteilt. Zwischendurch verschwanden immer wieder Helferinnen in der Küche und kamen mit neuen Kuchenplatten zurück. Während draußen gefeiert wurde, wurde drinnen noch schnell nachgelegt.

Auch beim Kaffee wurde nicht gespart: rund 800 Tassen Kaffee gingen über den Tresen. An den Tischen saßen ganz verschiedene Menschen: Stammgäste, Ehrenamtliche, Gruppen aus dem Haus, Nachbarn aus der Stadt. Die Alzheimergruppe war da, die Sportdamen vom PTSV, Menschen aus der Handarbeitsrunde. Manche kommen seit Jahren ins Café, andere waren zum ersten Mal da.
Dazwischen spielten Shenoll Tokaj und Natalia Peiven am Flügel und an der Geige stimmungsvolle Kaffeehausmusik. Bürgermeister Tim Brockmann war gekommen und hielt eine kleine Rede, und Diakonie-Leiter Daniel Hettwich dankte den vielen engagierten Ehrenamtlichen, die den Betrieb des Cafés sicherstellen, und bezeichnete das Café als „Herz des Hauses“. Wer an diesem Nachmittag dabei war, konnte gut verstehen, warum.
Denn das Besondere an diesem Ort ist eigentlich ganz einfach: Menschen sitzen zusammen, trinken Kaffee, essen Kuchen und reden miteinander. Aber genau das ist etwas, das heute selten geworden ist: ein Ort, an dem man einfach willkommen ist, ganz ohne Gegenleistung.
Viele Gäste blieben länger als geplant. Manche standen noch draußen in der Sonne zusammen und unterhielten sich weiter. Drinnen wurden die letzten Kuchenstücke verteilt.

Am Ende des Tages blieb vor allem ein Gefühl: Dankbarkeit. Für die vielen Ehrenamtlichen, die Woche für Woche das Café möglich machen. Für die Gäste, die den Ort mit Leben füllen. Und dafür, dass das Café Duft seit 25 Jahren einen festen Platz im Zusammenleben in Preetz einnimmt. Nach diesem Nachmittag hat man den Eindruck: Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
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Fotograf: Holger Förster

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