Finanzministerin Dr. Silke Schneider besucht Freiwilligenzentrum im Haus der Diakonie

Wie kann Ehrenamt nachhaltig gestärkt werden? Bei ihrem Besuch im Freiwilligenzentrum im Haus der Diakonie tauschte sich die Finanzministerin mit Ehrenamtlichen über aktuelle Herausforderungen und notwendige Unterstützungsstrukturen aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Menschen vor Ort brauchen, damit Engagement gelingt.

v.l: Propst Erich Faehling, Gesa Gilbert, Finanzministerin Dr. Silke Schneider, Leiter Diakonisches Werk Daniel Hettwich, Janine Wergin und Rainer Gehrke

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte Schleswig-Holsteins Finanzministerin Dr. Silke Schneider (Bündnis 90/Die Grünen) am Freitag, 7. August 2026 das Freiwilligenzentrum im Haus der Diakonie in Preetz. Empfangen wurde die Politikerin von Daniel Hettwich, Leiter des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Plön-Segeberg, und Propst Erich Faehling.

Freiwilligenzentrum als Motor für Engagement

Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Rolle des Freiwilligenzentrums als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vernetzungsstelle für Engagement im Kreis Plön und die vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten, die von zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Das Freiwilligenzentrum begleitet Engagierte und Initiativen, vermittelt Freiwillige, unterstützt bei der Projektentwicklung und schafft Räume für Austausch und Zusammenarbeit. Wie wichtig solche verlässlichen Strukturen für ein lebendiges Ehrenamt sind, wurde in den Gesprächen immer wieder deutlich.

Ehrenamt hat viele Gesichter

Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Ehrenamts gaben Janine Wergin vom Verein „Teilen und Tauschen Preetz“, Rainer Gehrke, der zusammen mit Peter Pauselius das Archiv der Stadt Preetz ehrenamtlich betreut, sowie Gesa Gilbert, die die Ehrenamtlichen von Mentor - Leselernhelfer*innen Kreis Plön koordiniert. An ihren Beispielen wurde deutlich, wie vielfältig freiwilliges Engagement sein kann: von Bildungsprojekten über kulturelles Engagement bis hin zu nachhaltigen Initiativen wie dem Gib-und-Nimm-Haus Preetz. Dort werden gut erhaltene Gegenstände kostenlos weitergegeben, um Ressourcen zu schonen, Menschen zu entlasten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Gute Rahmenbedingungen sind entscheidend

In persönlichen Gesprächen berichteten die Ehrenamtlichen von ihren Erfahrungen, Erfolgen und Herausforderungen. Dabei wurde deutlich, dass Engagement zwar von der Motivation und dem Einsatz Einzelner lebt, jedoch auf unterstützende Rahmenbedingungen angewiesen ist. Das Freiwilligenzentrum übernimmt hierbei eine wichtige Brückenfunktion zwischen Ehrenamtlichen, Initiativen, Einrichtungen, Politik und Verwaltung und trägt dazu bei, dass Engagement langfristig bestehen und wachsen kann.

Ehrenamt stärkt Demokratie und Zusammenhalt

Einigkeit bestand darüber, dass ehrenamtliches Engagement unverzichtbar für eine starke Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Es fördert Teilhabe, bringt Generationen miteinander ins Gespräch und schafft Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten.

Das Gespräch fand in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre statt und bot Raum für konkrete Verabredungen und Perspektiven. Für die Beteiligten war der Besuch ein ermutigendes Signal der Anerkennung. Die Finanzministerin nahm sich Zeit für den Austausch und zeigte großes Interesse an den Ideen und Anliegen der Ehrenamtlichen.

Ein starkes Signal für das Ehrenamt

„Es hat sich einmal mehr gezeigt, wie viel gesellschaftliche Kraft im Ehrenamt steckt. Die Menschen, die sich hier engagieren, leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gemeinschaft“, zog Dr. Silke Schneider ein positives Fazit. Der Besuch der Finanzministerin hinterließ bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck und unterstrich die Bedeutung eines starken Ehrenamts und einer verlässlichen Engagementförderung für die Zukunft der Region.


Copyright Bilder: Nils Tonn